Erstberatung bei der Diagnose Zöliakie


Zöliakie - Einheimische Sprue

 

Im Jahr 2003 wurde bei mir Zöliakie diagnostiziert. Seit diesem Tag änderte sich alles, was meine damalige Ernährung betraf. Der Arzt meinte: "Sie haben Zöliakie, Sie dürfen lebenslang kein Gluten mehr essen". Ich fragte daraufhin: "Ok, was ist Gluten?" Darauf bekam ich zur Antwort: "Schauen Sie doch mal im Internet, was Sie nicht mehr essen dürfen. Sie haben totale Zottenathrophie und ich kenne mich da auch nicht so gut aus. Sie dürfen auf jeden Fall kein Weizen. Roggen, Dinkel etc. mehr essen." Geschockt ging ich nach Hause, fühlte mich alleine gelassen.

 

Erbrechen, Durchfall, Blähungen waren die Folge, was auch vor der Diagnose ca. 1 Jahr der Fall war. Auch psychisch ging es mir im ersten Jahr nicht gut. Ich sagte Termine ab, weil es mir nicht gut ging, hatte Angst es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen und blieb oft zuhause, um nicht in die Bredouille zu kommen. Ich war und bin schon immer eine Powerfrau und hatte damals schon einen verantwortungsvolle Stelle als Marketingleitung eines mittelständischen internationalen Unternehmen. Als ich von der Arbeit kam, wollte ich nur noch schlafen, war total erschöpft.

 

Nach der Diagnose habe ich angefangen meine Küche auzuräumen. Mehl, Suppenpulver, Backbleche, Vesperbrettchen, Toaster, die Utensilien die kontaminiert waren, hab ich alle weg gegeben. Meine Küche wurde "glutenfrei". Ab dem Zeitpunkt beschäftigte ich mich mit glutenfreier Ernährung und der Zöliakie. 

 

Heute gibt es viele glutenfreie Produkte zu kaufen. Vor 20 Jahren war das nicht so. Ich habe seit dem Tag der Diagnose meine Ernährung komplett umgestellt. Nicht weil ich es wollte, sondern, weil ich musste. Jede Nahrungsaufnahme die mit Gluten, der in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel etc. enthalten ist, schädigt bis heute  meinen Darm. Es gibt keine Medikamente, nur eine lebenslange glutenfreie Diät verbessert den Gesundheitszustand. Viele Rezepte habe ich ausprobiert, vieles landete auch auf dem Müll. Es war teilweise ungenießbar. Hart, trocken und auch die gekauften Produkte wie Nudeln, abgepacktes Brot haben mir nicht geschmeckt.

 

Ich entwickelte eigene Rezepte, probierte viele glutenfreie Mehlsorten aus. Bis ich bei Schär Mehl richtig gute Backergebnisse erzielen konnte. Bis heute backe ich ausschließlich mit Schär. Sogar meine Familie sagte irgendwann: "Da schmeckt man keinen Unterschied zu glutenhaltigen Kuchen, Pizza etc."

 

2015 habe ich mir dann einen Thermomix gekauft. Wollte ab dem Zeitpunkt die Körner wie Buchweizen, Reis, Amaranth selbst mahlen und auch im TM meine Teige zubereiten. Zeitgleich habe ich meine Blog gegründet um anderen Betroffenen zu helfen, gute Backergebnisse zu bekommen und den Betroffenen Lebensqualität zurück zu geben. Auch eine Gruppe auf Facebook folgte, die Gruppte wächst täglich. Dort können sich die Mitglieder über die Rezepte austauschen und natürlich auch Fragen rund um die glutenfreie Ernährung und Zöliakie stellen.

 

Auch in meiner Praxis für Indiviudalpsychologie berate und unterstütze ich Betroffene. Dies geschah eher aus einem Zufall heraus, denn ich hatte mehrere Eltern und Mütter in der Beratung, deren Kinder erkrankt waren. Die Ratsuchenden wußten nicht, dass ich selbst Zöliakie habe und waren/sind so dankbar, dass ich hier auch weiterhelfen kann. Denn gerade bei der bei der Erstdiagnose ist die Umtellung nicht einfach. Ich fühlte mich damals allein gelassen und das will ich den Betroffenen ersparen. Ich gebe Tipps und Informationen worauf man achten muß, wo Gluten versteckt ist, was Sie beachten müssen, wenn Sie ein Restaurant besuchen etc. Auch gehe ich auf die psychische Verfassung der Betroffenen ein, denn gerade bei der Erstdiagnose, darf man die psychische Belastung nicht unterschätzen.

 

Mein Darm hatte ca.1 Jahr gebraucht um sich komplett von der Zöliakie zu erholen. Mit der glutenfreien Ernährung wurde es von Zeit zu Zeit besser. Dennoch konnte ich lange nicht alle Nahrungsmittel esse, wie z. B. einen Apfel obwohl dieser glutenfrei ist. Der Darm war geschädigt und brauchte Zeit sich zu regenerieren.

 

Wenn Sie oder Ihr Kind von Zöliakie betroffen ist, rufen Sie mich an. Die Beratungen können in meiner Praxis, aber natürlich auch über eine Videosprechstunde durchgeführt werden. Die Beratungsdauer beträgt 60 Minuten.

 

Der Link zu dem Rezept-Blog ist:

 

http://thermomixglutenfreierezepteundmehr.blogspot.com/

Auch mit herkömmlichen Küchenmaschinen gelingen die Rezepte. 

 

Besuchen Sie gerne den Link und unsere Facebook Gruppe.

 

https://www.facebook.com/groups/830747930306576

 

Ich freu mich auf Sie!

 

Herzlichst

Sabine Reichelt